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In eigener Sache

Seit ein paar Jahren ist es mir zur festen Gewohnheit geworden, über jedes belletristische Buch, das ich lese, eine Buchbesprechung zu schreiben. Wobei ich mir vom Umfang her ein absolutes Limit von einer Seite DIN-A4 auferlegt habe, eine recht sinnvolle Selbstbeschränkung, wie ich glaube, die natürlich nicht immer leicht einzuhalten ist. Eine solcherart schriftlich fixierte Kritik zwingt mich dann allerdings auch, mir das Gelesene, seine Thematik, Wirkungen, Stärken und Schwächen bewusst zu machen, den Text also gebührend zu würdigen, indem ich mich noch mal ganz intensiv damit auseinandersetze. «Lesen beflügelt», lautet ja mein in Stein gemeißeltes Credo, wie man auf meinem oben abgebildeten «Literarischen Gedenkstein» erkennen kann. Diese im Idealfall also aphoristisch ertragreiche Beschäftigung ist seither noch deutlich mehr beflügelnd für mich. Als kleinen Nebeneffekt erhoffe ich mir nun, die so entstandenen Rezensionen mögen sich auch als nützlich und beflügelnd erweisen für den einen oder anderen Besucher dieser Website.

 

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Bewertungen

Rezensionen zu schreiben ist immer etwas ganz Subjektives, da sind meine Buchbesprechungen auch keine Ausnahme. Um das an einem Beispiel zu demonstrieren, habe ich spaßeshalber mal zwei sich widersprechende Rezensionen  über den gleichen Roman geschrieben, hier nachzulesen mit nur einem Klick. Wie in meinem Essay auf dieser Website näher ausgeführt, erwarte ich von einer Lektüre, dass sie mich «bereichert und erfreut». Was mich privatim bereichert oder erfreut, muss nicht bei allen Lesern die selbe Wirkung haben, und was mich ganz persönlich eher frustriert, kann andere vielleicht total begeistern, so ist das nun mal. Gleichwohl bemühe ich mich, dass es innerhalb meiner Buchkritiken gerecht zugeht.

 

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Ranking

Mit Hilfe der folgenden, ständig aktualisierten Tabelle lässt sich mein ganz persönliches Ranking leicht überprüfen, mit Klick auf die jeweiligen Begriffe gelangt man zu den zugehörigen Auswahllisten mit der entsprechenden Sterne-Bewertung.

 

 

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Sterne

Eine Anmerkung zum den Einstufungen: Hin und wieder erreichen mich Kommentare, in denen Zustimmung ausgedrückt wird zu einer positiven Buchbesprechung von mir, wo dann aber gefragt wird: «Warum nur drei Sterne?» Nicht jedes Buch, das «lesenswert» ist nach meiner Diktion, also eindeutig positiv bewertet, ist wirklich auch «erfreulich» oder gar «erstklassig». Ein Drei-Sterne-Hotel ist solide Mittelklasse, aber eben keine edle Fünf-Sterne-Luxusherberge, und literarisch kann ich beispielsweise «Tortilla Flat» von John Steinbeck wirklich nicht auf eine Stufe stellen mit «Doktor Faustus» von Thomas Mann.

 

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Kommentare

Meine Rezensionen werden im Internet auch auf Literaturzeitschrift.de veröffentlicht,  zusätzlich sind sie unter dem Pseudonym «Borux» bei den beiden Buchversendern Amazon.de und Buecher.de zu finden. Diese Buchbesprechungen werden von ihren Lesern dort natürlich auch kommentiert, hier einige Beispiele kurz gefasster Kommentare:

 

Amazon - Michael BuselmeierWunsiedel - 1* miserabel

Sie sprechen mir aus der Seele! Was für ein peinlicher Schreiberling!

 

Amazon - Mario Vargas LlosaEin diskreter Held - 3* lesenswert

SO muss eine Rezension aussehen. Differenziert, fundiert, sachlich und trotzdem mit einer klaren Meinung. Vielen Dank!

 

Amazon - Ricarda HuchDer Fall Deruga  - 1* miserabel

Sie scheinen mir ein intellektueller Kleingeist zu sein.

 

Amazon - Carson McCullers - Die Ballade vom traurigen Café - 2* mäßig

«ehrfürchtig zur Hand nimmt und dann ernüchtert wieder weg legt», präzise formuliert, denn so ist es mir genau ergangen! Danke für Ihre Rezension.

 

Literaturzeitschrift - Irvin D. Yalom - Die Schopenhauer-Kur - 4* erfreulich

... Und dem Fazit von Bories vom Berg «erfreulich» würde ich ein «unübertroffen» entgegenstellen.

 

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E-Mail

Ich freue mich immer über Kommentare, egal ob Zustimmung oder Widerspruch, - und auch wenn Sie sonst was auf dem Herzen haben: Schreiben Sie einfach an

 

 

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Ein Bruder im Geiste

(Paris) Manchmal gehe ich an kleinen Läden vorbei, in der Rue de Seine etwa. Händler mit Altsachen oder kleine Buchantiquare oder Kupferstichverkäufer mit überfüllten Schaufenstern. Nie tritt jemand ein bei ihnen, sie machen offenbar keine Geschäfte. Sieht man aber hinein, so sitzen sie, sitzen und lesen, unbesorgt; sorgen sich nicht um morgen, ängstigen sich nicht um ein Gelingen, haben einen Hund, der vor ihnen sitzt, gut aufgelegt, oder eine Katze, die die Stille noch größer macht, indem sie die Bücherrücken entlang streicht, als wische sie die Namen von den Rücken. Ach, wenn das genügte: ich wünschte manchmal, mir so ein volles Schaufenster zu kaufen und mich mit einem Hund dahinter zu setzen für zwanzig Jahre.

 

Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

 

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Letzte Bearbeitung am 16.01.2018