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Printmedien

Feuilleton, Verlage und Buchreihen

 

12Gleichwohl, die Printmedien bieten nach wie vor gute Rezensionen, die auch nicht immer so hochgestochen formuliert sind, dass nur Literaturwissenschaftler sie verstehen. Von daher stehen uns als Lesern ausreichend viele Lotsen auf dem Weg durch unbekannte Gewässer, durch Tausende von Neuerscheinungen jedes Jahr, hilfreich zu Seite. Mit der Zeit kennt man ja auch seine Pappenheimer, will sagen, den speziellen Stil und die persönlichen Präferenzen einiger Kritiker, deren Rezensionen man regelmäßig liest. Da kann man dann auch zwischen den Zeilen manches herauslesen, und das kann so weit gehen, dass mancher Leser sich sagt, wenn dieser Kritiker da das Buch derartig hochjubelt, dann ist es bestimmt nichts für mich!

 

Hilfreich, vor allem um seinen literarischen Horizont gehörig zu erweitern, sind auch komplette Buchreihen unter einem bestimmten Motto, wie zum Beispiel die von der Süddeutschen Zeitung. Hierbei werden durch das Feuilleton in exemplarischer Auswahl anerkannt gute Bücher zusammengestellt, die zu lesen sich eigentlich immer lohnt. Manche Buchverlage schließlich haben sich oft über Jahrzehnte hinweg ein Image aufgebaut, das für Qualität steht, Suhrkamp sei als Beispiel genannt, aber es gibt noch viele andere. Schon der Verlag also ist für den kundigen Leser oft ein Indiz für ein bestimmtes Niveau. Wie jeder weiß, gilt das auch andersherum, manche Verlage sind ausschließlich auf wüste Schmöker spezialisiert, um die jeder anspruchsvolle Leser einen großen Bogen macht. Igittigitt! Einen hilfreichen Kanon der Bücher und Autoren, die man gelesen haben sollte, hat übrigens auch Dietrich Schwanitz in seinem bekannten Ratgeber mit dem Titel «Bildung. Alles was man wissen muss» vorgestellt, wofür er denn auch prompt heftig kritisiert wurde, denn solche Auswahlreihen sind immer anfechtbar, egal wer sie aufstellt.

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