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Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos

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  Vorschau

   20. November 2020

Thomas Morus

Utopia

5* erstklassig

 

Triumph der Vernunft

Das unter dem Namen «Utopia» publizierte Buch von Thomas Morus weist bereits im Titel auf seinen satirischen Charakter hin, ein im Englischen homophones Sprachspiel um die griechischen Begriffe Outopia und Eutopia, deutsch ‹Nichtort› und ‹Glücksort›. Das im Original auf Latein verfasste Werk wurde auf Betreiben seines Freundes Erasmus von Rotterdam erstmals ...[weiterlesen]

   18. November 2020

Christoph Peters

Dorfroman

3* lesenswert

 

Märkische Behaglichkeit am Niederrhein

Im Titel «Dorfroman» hat Christoph Peters die Genrebezeichnung seines neuen Buches bereits benannt, Handlungsort ist nämlich ein kleines Dorf am Niederrhein, nähe Kalkar. Und mit dem Ort wird auch gleich die Thematik deutlich, es geht um den Schnellen Brüter, jenen neuen Kernreaktortyp, der in den 70er Jahren an diesem Standort gebaut wurde. Und wie an den anderen ...[weiterlesen]

   16. November 2020

Christine Wunnicke

Die Dame mit der bemalten Hand

2* mäßig

 

Esoterischer Kosmos

Forschungsreisen sind in der Literatur ein beliebtes Thema, auch Christine Wunnicke greift es auf in ihrem neuen Roman «Die Dame mit der bemalten Hand». Anders als bei Christoph Ransmayr oder Daniel Kehlmann jedoch geht es bei ihr um kulturelle Werte, steht das west-östliche Missverstehen im Vordergrund der pittoresken Geschichte einer gescheiterten ...[weiterlesen]

   13. November 2020

Anne Weber

Annette, ein Heldinnen-Epos

5* erstklassig

 

Leserherz, was willst du mehr?

Mit «Annette, ein Heldinnenepos» setzt Anne Weber der französischen Rebellin Anne Beaumanoir schon zu Lebzeiten ein Denkmal. Die 1923 geborene Ärztin engagiert sich bis heute auf Vorträgen gegen Unheil stiftenden Nationalismus ebenso wie gegen rassistischen und religiösen Fanatismus. Bei einem solchen Vortrag hat die Autorin sie persönlich kennengelernt, ihre Gespräche mit ...[weiterlesen]

   11. November 2020

Roman Ehrlich

Malé

1* miserabel

 

Wenn ihr so weitermacht

   8. November 2020

Valerie Fritsch

Herzklappen von Johnson & Johnson

2* mäßig

 

Thematisch ambivalent

Der Schmerz ist das zentrale Thema des dritten Romans der österreichischen Schriftstellerin Valerie Fritsch, der in seiner vier Generationen umfassenden Geschichte die Frage aufwirft, wie Schmerz und Schuld den Menschen formen. Seine Protagonistin Alma spürt darin einem Familiengeheimnis nach, das sie als Trauma seit frühester Kindheit verfolgt und ihr keine Ruhe lässt. Alles andere als ein ...[weiterlesen]

   6. November

Arno Camenisch

Goldene Jahre

3* lesenswert

 

Ironisches Requiem

Mit «Goldene Jahre» ist kürzlich das zwölfte Buch des Schweizer Schriftstellers Arno Camenisch erschienen, freudig bejubelt von seiner Fan-Gemeinde. Auch die Juroren des diesjährigen Frankfurter Buchpreises waren so beeindruckt, dass sie den 100-Seiten-Band auf die Liste der Nominierten gesetzt haben. Wie in vielen seiner Bücher geht es auch hier ...[weiterlesen]

   4. November 2020

Robert Seethaler

Der letzte Satz

1* miserabel

 

Schwaches Büchlein

In dem neuen Roman «Der letzte Satz» greift der österreichische Schriftsteller Robert Seethaler erneut den Tod als Thematik auf, wie schon in seinem vor zwei Jahren erschienenen Roman «Das Feld». Konträrer aber können zwei aufeinander folgende Romane eines Autors gar nicht sein, was ihre literarische Qualität anbelangt. Während der in jeder Hinsicht erstklassige Vorgänger ...[weiterlesen]

   2. November 2020

Deniz Ohde

Streulicht

1* miserabel

 

Durchs Raster gefallen

Als literarischer Senkrechtstarter erweist sich der kürzlich erschienene Debütroman «Streulicht», mit dem Deniz Ohde erstmals an das Licht einer breiteren Öffentlichkeit getreten ist. Prompt wurde er nämlich für den Preis der Frankfurter Buchmesse nominiert und landete schließlich sogar auf der Shortlist. Es handelt sich um einen klassischen Bildungsroman, dessen Besonderheit ...[weiterlesen]

   30. Oktober 2020

Natalia Ginzburg

Alle unsere Gestern

3* lesenswert

 

Beten hilft nicht

Zu den frühen Werken der italienischen Schriftstellerin Natalia Ginzburg gehört «Alle unsere Gestern», ihr dritter Roman. Mit «Tutti i nostri ieri», wie er im Original heißt, hatte sie 1952 ihre literarische Kariere eingeleitet, seither zählt sie zu den Großen ihrer Zunft in Italien. Dem Buch vorangestellt hat sie ein Motto aus dem ‹Macbeth› von William Shakespeare ...[weiterlesen]

   28. Oktober 2020

Jean-Paul Dubois

Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise

3* lesenswert

 

Pageturner par excellence

Überraschend, aber nicht unverdient hat Jean-Paul Dubois für seinen kürzlich auch auf Deutsch erschienenen Roman «Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise» 2019 den Prix Goncourt erhalten. Es ist die bisher höchste Auszeichnung für ein Werk aus seinem umfangreichen Œuvre, von dem bisher nur sehr wenig auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Wie bei ...[weiterlesen]

   26. Oktober 2020

Marie-Claire Blais

Drei Tage, drei Nächte

2* mäßig

 

Literarische Nischenrolle

Aus dem umfangreichen Œuvre der hierzulande unbekannten, kanadischen Schriftstellerin Marie-Claire Blais liegt nun seit kurzem unter dem Titel «Drei Tage, drei Nächte» erstmals ein Roman in deutscher Übersetzung vor. Der in französischer Sprache geschriebene Band trägt im 1995 erschienenen Original den Titel «Soifs», was dem Sinn nach ‹durstig› bedeutet ...[weiterlesen]

   23. Oktober 2020

Olivia Wenzel

1000 Serpentinen Angst

3* lesenswert

 

Dreifach diskriminiert

Im Themenspektrum zeitgenössischer deutscher Belletristik hat inzwischen auch die Rassismus-Problematik einen festen Platz, Olivia Wenzel liefert mit ihrem Romandebüt «1000 Serpentinen Angst» einen vielbeachteten Beitrag dazu. Die junge, künstlerisch vielseitig tätige Schriftstellerin, als ‹Afrodeutsche› in Weimar geboren, bezeichnet ihren autofiktionalen Roman im ...[weiterlesen]

   21. Oktober 2020

Frank Witzel

Inniger Schiffbruch

1* miserabel

 

Grandios gescheitert

Als ein Erzählexperiment der besonderen Art erweist sich Frank Witzels neuer Roman «Inniger Schiffbruch», wirkt darin doch die psycho-therapeutische Aufarbeitung seiner eigenen Kindheit direkt auf den eigentlichen Schreibprozess zurück, er kommentiert sich permanent selbst. In ständigen Selbstzweifeln wird in dieser kaum fiktionalisierten Autobiografie immer wieder auch ...[weiterlesen]

   17. Oktober 2020

Birgit Birnbacher

Ich an meiner Seite

2* mäßig

 

Fragwürdige Resozialisierung

Mit ihrem zweiten Roman packt Birgit Birnbacher das schwierige Thema der Resozialisierung von jugendlichen Straftätern an. Die österreicherische Soziologin sei, wie sie im Nachwort schreibt, «der realen Vorlage für die Hauptfigur dieses Romans für die geduldige und beständige Gesprächs-Bereitschaft» sehr zu Dank verpflichtet. Ihr Buch schaffte es auf die Longlist des ...[weiterlesen]

   14. Oktober 2020

Jens Wonneberger

Mission Pflaumenbaum

4* erfreulich

 

Reise zu den Wutbürgern

«Mission Pflaumenbaum», der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman von Jens Wonneberger, liefert dreißig Jahre nach der ‹Wende› eine schonungslose Bestandsaufnahme dessen, was politisch als ‹Blühende Landschaften› prognostiziert worden war. Geschildert wird in einer kammerspielartigen Inszenierung eine ganz andere Realität, die von Verlusten ...[weiterlesen]

   12. Oktober 2020

Judith Zander

Johnny Ohneland

2* mäßig

 

Ein Narrativ als Selbstgespräch

Nach zehn Jahren hat Judith Zander mit «Johnny Ohneland» kürzlich ihren zweiten Roman veröffentlicht, ein Werk, das in vielerlei Hinsicht überrascht. Da ist zunächst der Vorname im Titel, der sich als angenommener Name eines Mädchens mit dem schönen Namen Joana erweist, der Nachname Ohneland spielt auf den unglücklichen Bruder von Richard Löwenherz ...[weiterlesen]

   8. Oktober 2020

Stephan Roiss

Triceratops

2* mäßig

 

Beklemmende Lektüre

Mit «Triceratops» von Stephan Roiss scheint sich eine Tradition österreichischer Psychiatrie-Romane zu verstetigen, denn prompt landete heuer auch dieses Debüt auf der Longlist des Frankfurter Buchpreises, so wie im Vorjahr schon «Vater unser» von Angela Lehner. Aber damit enden auch schon alle Gemeinsamkeiten der beiden Romane, denn was wir hier zu lesen bekommen, das ist ...[weiterlesen]

   7. Oktober 2020

Giulia Caminito

Ein Tag wird kommen

3* lesenswert

 

Mit persönlichem Bonus

«Ein Tag wird kommen», der erste auf Deutsch erschienene Roman der jungen italienischen Schriftstellerin Giulia Caminito, ist von der eigenen Familiengeschichte inspiriert. Ihr Urgroßvater war Anarchist und liefert damit die Vorlage für einen der beiden Protagonisten dieses politisch geprägten Romans. Den religiösen Widerpart dazu bildet als ebenfalls historische Figur die ...[weiterlesen]

   3. Oktober 2020

Dorothee Elmiger

Aus der Zuckerfabrik

3* lesenswert

 

Unikat der Postmoderne

Das dritte Buch von Dorothee Elmiger mit dem Titel «Aus der Zuckerfabrik» verdeutlicht durch die fehlende Genrebezeichnung die Probleme bei der Definition der Gattung Roman. Bei Wikipedia wird dieses Buch nonchalant als ‹Roman› klassifiziert, eine literarische Form, die von Georg Lukács als «Ausdruck der transzendentalen Obdachlosigkeit» bezeichnet wurde, die Schweizer ...[weiterlesen]

   1. Oktober 2020

David Grossmann

Was Nina wusste

2* mäßig

 

Der Whisky bringt’s

Der neue Roman «Was Nina wusste» von David Grossmann basiert auf der Lebensgeschichte der kroatischen Kommunistin Eva Panic-Nahir, die als jüdische Partisanin zusammen mit ihrem serbischen Mann gegen die Nazis gekämpft hat. Als das Tito-Regime sie später als Stalinisten verfolgte, beging ihr Mann im Gefängnis Selbstmord, sie selbst wurde zur Umerziehung auf die berüchtigte ...[weiterlesen]

   28. September 2020

Hans Joachim Schädlich

Kokoschkins Reise

3* lesenswert

 

Solitäre lakonische Diktion

Mit «Kokoschkins Reise» hat Hans Joachim Schädlich einen Jahrhundertroman geschrieben, nicht der Bedeutung nach, sondern inhaltlich. Der in breiten Leserkreisen kaum bekannte Schriftsteller schlägt darin zeitlich einen weiten Bogen, der die politischen Umbrüche und Katastrophen des Jahrhunderts in Europa abhandelt und schließlich sogar 9/11 mit einbezieht. In ...[weiterlesen]

   25. September 2020

Iris Wolff

Die Unschärfe der Welt

3* lesenswert

 

Ein leiser Roman

In ihrem vierten Roman «Die Unschärfe der Welt» erzählt die aus Siebenbürgen stammende Schriftstellerin Iris Wolff auf gerade mal zweihundert Seiten die vier Generationen umfassende Geschichte einer Familie, deren starke Bindungskräfte die Zeiten überdauern. Bereits der Buchtitel kündet ein narratives Verfahren an, das vieles nur andeutet und in ‹Unschärfe› belässt, während ...[weiterlesen]

   23. September 2020

Eva Sichelschmidt

Bis wieder einer weint

2* mäßig

 

Ein schreckliches Kind

Eine der frühen Neuerscheinungen dieses Jahres, der zweite Roman von Eva Sichelschmidt, spielt mit seinem Titel «Bis wieder einer weint» auf die Warnung der Erwachsenen an, wenn Kinder übermütig herumalbern. Weil ja, wer kennt das nicht, oft das Kichern und Getobe plötzlich umschlägt. Die nach Bekunden der Autorin autobiografisch gefärbte Geschichte, beginnend in der ...[weiterlesen]

   20. September 2020

Thomas Hettche

Herzfaden

4* erfreulich

 

Weil Puppen ehrlicher sind

Es ist mehr als ein Blick hinter die Kulissen eines berühmten Theaters, den uns Thomas Hettche mit «Herzfaden» beschert, seinem «Roman der Augsburger Puppenkiste». Geschickt verknüpft er in seinem neuesten Werk, mit dem er dem Theatergründer ein wohlverdientes Denkmal setzt, durch zwei auch typografisch getrennte Erzählebenen Realität und Märchen ...[weiterlesen]

   16. September 2020

Bov Bjerg

Serpentinen

2* mäßig

 

Der Schwarze Gott

Mit seinem neuen Roman «Serpentinen» hat der Schriftsteller Bov Bjerg eine düstere Thematik aufgegriffen, es geht um scheinbar schicksalhaft von Generation zu Generation weitervererbte Depressionen, die im Suizid enden. Kein Wohlfühlroman also, sondern eine bedrückende Schilderung des verzweifelten Versuchs eines Vaters, der unheilvollen familiären ...[weiterlesen]

   13. September 2020

Xaver Bayer

Geschichten mit Marianne

4* erfreulich

 

Groteske Versuchsanordnung

Der neue Band von Xaver Bayer mit dem deskriptiven Titel «Geschichten mit Marianne» enthält zwanzig Kurzgeschichten, in denen genannte Dame jeweils als Initiatorin, Begleiterin, Partnerin, Stichwortgeberin und sogar als Domina fungiert. Gemeinsam ist ihnen, dass alle diese zunächst harmlos beginnenden Geschichten einen völlig unerwarteten Verlauf nehmen, der ...weiterlesen]

   11. September 2020

Helena Adler

Die Infantin trägt den Scheitel links

3* lesenswert

 

Man wird doch noch träumen dürfen

In Zeiten, in denen der Dorfroman fröhliche Urständ feiert, hat Helena Adler mit «Die Infantin trägt den Scheitel links» eine autobiografisch inspirierte Anti-Idylle thematisiert, die Geschichte «eines Aschenputtels, das anstatt gläserner Schuhe dreckige Stallstiefel trägt», wie sie erklärt hat. Die Figur der Infantin, hinter der sie sich versteckt und deren Leben sie in ihrem zweiten ...[weiterlesen]

   7. September 2020

Georg Büchner

Lenz

5* erstklassig

 

Ein Klassiker par excellence

Mit «Lenz» hat Georg Büchner eine Novelle geschrieben, die erstmals 1839 unter dem Titel «Lenz. Eine Reliquie von Georg Büchner» erschienen ist. Sie blieb zunächst weitgehend unbeachtet. Ursache dafür war ein dem damaligen Lesepublikum schwer zu vermittelnder Paradigmen-Wechsel in der deutschen Literatur, den insbesondere auch dieses Werk ...[weiterlesen]

   4. September 2020

Victor Hugo

Die Elenden

5* erstklassig

 

Sozialkritisches Epos

Einer der wichtigsten Romane der französischen Literatur ist «Die Elenden» von Victor Hugo, ein 1862 erschienenes Werk der Romantik, das inzwischen ein Klassiker der Weltliteratur wurde, es gibt nicht weniger als 48 Verfilmungen und dutzende andere Adaptionen des Stoffes. Vordergründig handelt es sich um einen Abenteuerroman, in dessen Mittelpunkt ein ehemaliger  ...[weiterlesen]

   31. August 2020

Norbert Zähringer

Einer von vielen

4* erfreulich

 

Alles hängt mit allem zusammen

Wer das Buch von Norbert Zähringer mit dem Titel «Einer von vielen» aufschlägt, den empfängt auf dem Vorsatzblatt eine organigramm-artige Handskizze mit dem Namen Edison Frimm im Zentrum eines großen Netzes mit dutzenden von Namen. Damit wird grafisch das dem Plot dieses komplexen Romans zugrunde liegende «Kleine-Welt-Phänomen» der sozialen Vernetzung ...[weiterlesen]

   28. August 2020

Anna Katharina Hahn

Aus und davon

3* lesenswert

 

Deutlich überdeterminiert

Auch in ihrem vierten Roman mit dem Titel «Aus und davon» greift Anna Katharina Hahn thematisch wieder auf die Familie zurück. Aus einer strikt feministischen Warte heraus umfasst ihr erzählerischer Bogen vier Generationen von Frauen und reicht von der Jetztzeit bis zur Weltwirtschaftskrise zurück. In parallelen Handlungs-Strängen entwickelt sie dabei ..[weiterlesen]

   24. August 2020

Martin Mosebach

Was davor geschah

4* erfreulich

 

Moderner Jahrmarkt der Eitelkeiten

Im breitgefächerten Œuvre des mit dem Büchnerpreis ausgezeichneten Schriftstellers Martin Mosebach wird bei den Romanen häufig das Scheitern thematisiert, so auch in «Was davor geschah». Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung nannte den Autor 2007 in ihrer Laudatio nicht nur einen «genialen Formspieler», er verbinde zudem «stilistische Pracht mit ...[weiterlesen]

   21. August 2020

Michael Kleeberg

Das amerikanische Hospital

3* lesenswert

 

Ethische Versuchsanordnung

Der Roman «Das amerikanische Hospital» von Michael Kleeberg stellt geradezu eine ethische Versuchsanordnung dar. Der Autor verknüpft in seiner ambitionierten Poetik die Conditio humana mit der hoffnungslosen Tragik des Menschseins, wie er es mal in einem Gespräch erläutert hat. Es sei die Suche nach «Gesetzmäßigkeiten im Individuellen», die es dem Epiker möglich mache ...[weiterlesen]

 

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Letzte Bearbeitung am 20.11.2020